Haltung und Fütterung
 
   
 
der Stall mit über 300 Fressplätzen
Wagyu x Limousin auf der Weide, 18 Monate alt

Auf dem Betrieb leben derzeit (Oktobere 2011) 3 Zuchtstiere,  ca. 80 Mutterkühe, Nachzucht und Masttiere verschiedenen Alters, insgesamt 225 Tiere. Fast alle Tiere tragen Hörner. Sie gehören zu den Rassen Limousin und Wagyu.

Haltung:

Die Kühe leben zusammen mit ihren Kälbern von April bis November auf hügeligen Weiden, die an 3 Seiten von Wäldern umsäumt sind. Die Böden dort sind so schwer und wasserhaltend, so dass auch in trockeneren Sommern genügend Wasser für gutes Klee- und Graswachstum vorhanden ist. Die Zuchtstiere sind bei den Herden und decken die Kühe.
Im Oktober/November werden die Tiere von der Weide in Anhängern zum Rinderhof gefahren. Dort leben sie im Winter in einem großzügigen, 1998 erbauten Außenklimastall mit Stroheinstreu. Von Mitte Oktober bis Mitte Dezember und von Mitte Februar bis Mitte Mai kommen die Kälber zur Welt. Die Milch steht ausschließlich den Kälbern zur Verfügung, gemolken werden die Kühe nicht. Die Kälber werden im Alter von 8 bis 10 Monaten abgesetzt, d.h. von der Mutter getrennt. Die Ausmast der Färsen und Ochsen findet im offenen Stall mit Auslauf statt. Dort werden Luzernegras-Silage, Silage Grünroggen und Wiesen-Heu gefüttert. Die Masttiere bekommen in der Endmast zusätzlich etwas Silomais.

2008 haben wir die Weiden mit Selen gedüngt, damit die weidenden Rinder ein selenhaltiges Futter vorfinden, dadurch noch stabiler sind und der Gehalt dieses für den Menschen wichtigen Mikronährstoffes im Rindfleisch gesichert ist.

Wir achten sehr darauf, die Tiere artgerecht zu halten und zu ernähren:

Unsere Strategie für die Betriebsentwicklung sieht vor, den Rinderbestand so einzupendeln, dass das nötige Winterfutter auf den Wiesen und den Ackerfutterflächen gewonnen werden kann und der organische Dünger optimal für den Bodenaufbau genutzt wird ("standortangepasste Rinderhaltung"). Der derzeitige Umfang mit ca. 250 Tieren erfüllt dieses Ziel.

Vermarktung:

Derzeit werden alle männlichen Tiere - mit Ausnahme von einigen, die Zuchteigenschaften erwarten lassen - kastriert, da Ochsen besser nachgefragt sind und auch einfacher zu halten und füttern sind.

Um unter den derzeitigen Preisbbedingungen an der (Öko-) Rinderhaltung festzuhalten, braucht es viel Zuversicht in eine weiterhin positive Marktentwicklung und eine "Liebe" zur Tierhaltung, die einen die hohe und ständige Arbeitsbelastung, die unvermeidlichen Streßsituationen und negativen Erlebnisse - wie den Tod von Kälbern - aushalten lassen. Geld lässt sich mit der Öko-Fleischrinderhaltung kaum verdienen, und das obwohl die Preise (endlich!) bei ca.r 4 € pro kg Schlachtgewicht liegen. Wir hoffen, dass sich durch unser neues Zuchtprogramm die wirtschaftliche Lage verbessern lässt. Genaueres siehe unter: Wagyu.