Getreide und Körnerleguminosen - Saatgut für Biobauern

Roder

Am Rinderhof werden Getreide und Körnerleguminosen, seit 2005 vor allem zur Saatgutgewinnung, in geringerem Umfang auch zur Ernte im grünen Zustand (Roggen-Ganzpflanzen-Silage) angebaut.

Für die Ernte 2017 haben wir von folgenden Wintergetreiden Vermehrungen angelegt:

Wintergerste SU Ellen

Winterdinkel Comburger, Basis-Vermehrung

Winterweizen Florian

Für Konsumzwecke bzw. für Eigen-Saatgut:

Winterroggen+Wintererbsen

Winterroggen+Winterwicken bzw. +pannonische Wicke

Auf unserem Partnerbetrieb Leinfelderhof GbR wurden Vermehrungen angelegt von:

Wintertritikale Agostino und Cosinus

Winterroggen Amilo

Winterdinkel Comburger, Z-Vermehrung

Einkorn Terzino

2012 haben wir mit dem Anbau von Schwarzer Emmer (Sorte Ramses der Saatzucht Oberlimpurg) auf einer kleinen Fläche begonnen. Max Kainz hat schon 1982 Emmer angebaut und seitdem ein "faible" für diese schöne Getreideart.

2017 wird Dinkel der neuen Sorte Comburger (PZO Oberlimpurg) vermehrt.

Weizen: Auf Flächen mit besseren Böden wird seit 2005/06 Winterweizen zur Saatgutproduktion angebaut. Bisher haben wir Akratos, Astardo, Aszita, Ataro, Bernstein, Butaro, Florian, Heliaro, Hermann, Ludwig, Milaneco, Naturastar, Romanus, Scaro, Scirocco, Tengri, Thasos und Wiwa vermehrt. 2016 wurde Heliaro, ein Wechselweizen, vermehrt.

 

Heliaro (Dottenfelder Hof)

Sommerweizen mit Wechselweizen-Eignung

Qualität E, Gelbweizen mit hohem Lutein- und Zeaxanthin-Gehalt: die Mehle und Gebäcke sind etwas gelber und haben einen beonderen ernährungsphysiologischen Wert
Pflanzenlänge längeres Stroh, gute Unkrautunterdrückung
Standfestigkeit gut
Gesundheit

flugbrandresistent, wenig anfällig für Steinbrand

Ertragseigen- schaften/ Kornertrag

Bestandesdichte: mittel

Kornzahl/Ähre: gering

KM: gering

Ertrag: wie Thasos

Qualität

Fallzahl: gut-sehr gut

Protein: hoch

Kleber: sehr hoch

Sedi: sehr hoch - hoch

Volumen: sehr hoch

 

 

Von 2007 bis 2010 wurde ein Versuch mit 18 Qualitäts-Winterweizensorten und 12 Sortenmischungen angelegt. Hauptziel des Versuchs war es zu prüfen, welche Sorte bzw. Mischung an einem für Weizen schwachen Standort die geforderten Backqualitäten liefert und ob mit Mischungen ein sog. Aufmischeffekt zu erzielen ist. Der Versuch wurde von der FH Weihenstephan, Prof. Dr. Ebertseder, wissenschaftlich betreut. Derzeit werden umfangreiche Untersuchungen zur Mehlqaulität und Backfähigkeit der Einzelsorten und Mischungen am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie der TUM, Arbeitsgruppe Getreideverfahrenstechnik, durchgeführt. Die abschließenden Ergebnisse wurden auf Tagungen und in den Fachzeitschriften veröffentlicht.

Aufbereitung:

Seit der Ernte 2011 sind wir in der Lage, das Saatgut selbst aufzubereiten und abzusacken. Dazu wurde eine "Saatguthalle" gebaut und mit einer Saatgutreinigung (Entgranner, Doppelsiebmaschine, 2 Trieure) ausgestattet. Die Lagerung des Rohgetreides erfolgt in Flachlager-Boxen (je ca. 25 t), nach der Reinigung und Kalibrierung wird das Saatgetreide in Getreide-Belüftungs-Kisten (je ca. 1,4 bis 1,5t) gefüllt, beprobt und nach erfolgreicher Saatenanerkennung in Säcke oder BigBags abgefüllt.

Derzeit planen wir den Einbau einer Siloanlage für ca. 1300m³.