Ganzpflanzensilagen zur Rinderfütterung

Üblicherweise werden Mastrinder mit Mais, wobei die ganze Pflanze geerntet und mit einer milchsaueren Vergärung konserviert wird, gefüttert. Im ökologischen Landbau ist der Anbau von Mais durchaus möglich und kann auch gute Erträge bringen, wenn die Stickstoffversorgung und die Unkrautregulierung gesichert sind.

Am Rinderhof liegt der Betriebsschwerpunkt auf dem Anbau von Kartoffeln, die einen ähnlichen Wachstumsrhythmus wie Mais und damit eine ähnliche Unkrautflora haben und zu guten Erträgen auch eine gute N-Versorgung brauchen. Damit konkurriert Mais direkt mit den Kartoffeln. Deshalb wird Mais nur in geringem Umfang angebaut. Das Winterfutter für die Rinder wird überwiegend durch Kleegras und durch Getreide-Ganzpflanzensilagen erzeugt.

 
   

Winterroggen: wird im September gesät, geerntet wird beim Grannenspitzen des Winterroggens in der ersten Maihälfte (2011: am 08. Mai). Danach kann ein Futtergemenge oder Mais angebaut werden.

    Mais: Wird im Mai nach Grünroggen angebaut. Damit soll die Basis von energiereichem Futter für die Ausmast der Rinder verbessert werden. 2011 wurden am 19. Mai die Sorten Sorten Padrino, Amanatidis und Ambrosini gesät und Ende September mit gutem Ertrag geerntet. Es ist geplant, 2012 auch Mais nach Frühkartoffeln (Anfang Juli) anzubauen.
    Zwischenfruchtgemenge: : Wird im Juli und Anfang August nach Wintergerste und Frühkartoffeln angebaut. Im Jahr 2011 ist die Zusammensetzung so, dass der Aufwuchs gut siliert und verfüttert werden kann: Erbsen, Wicken, Hafer und Futterraps sind die Hauptertragsbildner, als Stützfrüchte dienen Sonnenblumen und Ramtillkraut, die Leguminosen Serradellea und einjährige Luzerne tragen zur Schmackhaftigkeit bei, und Malven und ein bisschen Senf bringen über die Blüten Farbe in die Mischung. Nach den Erfahrungen 2011 wird bei den frühen Ansaaten der Hafer durch einj. Weidelgras und Strandhafer ersetzt, und bei den späten Ansaaten auf Serradella, Malve, Luzerne verzichtet. Generell wird der Anteil der Erbse zugunsten von Wicke zurückgenommen.